HTV-Triumph im Oberliga-Gipfel

Handball-A-Jugend: 24:22-Erfolg beim Letmather TV. 500 Zuschauer in Humpferthalle

Markus Wassmuth

Letmathe Was für ein Handball-Spektakel in der Humpferthalle! Mehr als 500 Zuschauer gaben dem Spitzenspiel der A-Jugend-Oberliga zwischen dem Letmather TV und dem HTV Hemer einen prächtigen Rahmen. Mit 24:22 behielten die Gäste die Oberhand. Eine Bewertung, ob dieser Sieg verdient war, fällt nicht leicht, weil die Hausherren nicht ganz zu Unrecht immer wieder mit den Referees haderten. 

Handball, A-Jugend-Oberliga: Letmather TV – HTV Hemer 22:24 (9:10). Nicht weniger als zwölf Siebenmeter sprachen die Unparteiischen – zwei Spieler vom ebenfalls in der Liga spielenden TuS Ferndorf – den Gästen zu, gerade einmal vier den Hausherren. Die hatten auch sechs Zeitstrafen zu verarbeiten, mehrere davon als „Zugabe“ nach Strafwürfen. Beim HTV mussten nur drei Akteure für insgesamt sechs Minuten auf die Strafbank.

Die Letmather erarbeiteten sich schnell eine 3:0-Führung
Gleich zu Beginn legten die Letmather die Marschroute fest. Mit intensiver Abwehrarbeit ließ man die Gäste nicht zum Wurf kommen. Keeper Bock parierte glänzend, entschärfte auch gleich die ersten beiden „Marken“. Doch der HTV suchte seine Nische und kam nach 0:3-Rückstand zum Gleichstand (4:4, 15.). Das lag daran, dass auch die Hintermannschaft der Hemeraner sehr gut arbeitete. Dem LTV fehlte offensiv die Bewegung. Keeper Wizy war zudem ein sicherer Rückhalt.

Dennoch war zur Halbzeit nicht abzusehen, wer hier am Ende die Oberhand behalten würde. Einen ersten klareren Hinweis gab es nach der Pause. Da stellten Luzyna und Keeper Wizy mit einem Abwurf ins leere LTV-Tor auf 10:13. Als Kreisläufer Quittmann mit dem ersten LTV-Strafwurf Wizy in Kinnhöhe traf, zögerten die Referees keinen Moment und zeigten dem Schützen die rote Karte. Schulte legte für die Gäste nach, und von diesem Vorsprung zehrten die Hemeraner in der Folge.

Nach dem 14:18 (47.) kamen die Hausherren aber noch einmal bis auf 18:19 (52.) heran. Eine Wende blieb jedoch aus, weil sich Spiekermann durchtankte und für Beruhigung beim HTV sorgte. Anschließend scheiterte Albrecht per Strafwurf an Wizy, und als die Gastgeber nach einer weiteren umstrittenen Entscheidung erneut einen Siebenmeter hinnehmen mussten, den Lübbering verwandelte, waren beim 18:21 (54.) die Weichen gestellt. Spiekermann beseitigte mit dem 18:22 (55.) letzte Zweifel.

„Das waren zum Teil haarsträubende Schiedsrichterentscheidungen. Jede knifflige Entscheidung wurde gegen uns gepfiffen“, kritisierte LTV-Coach Artur Rath nach der Partie, lobte aber den fairen Gegner und freute sich generell über Werbung für den Handballsport. Sein Gegenüber Werner Schulte lobte bei seinem Team die ungemein kompakte Darbietung der Deckung , was nach seiner Meinung den Ausschlag gab. „Die Jungs haben sich ins Spiel reingekämpft.“

LTV: Bock (Katthagen); Weber (2), Albrecht (2/1), Voss (2), Rath, Quittmann (3), Dörmann (4), Figge (4/1), Schroth (2), Vorhoff (1), Brückner, Bartmann (2), Thul.

HTV: Wizy (Thoss); Rosier, Spiekermann (2), Luzyna (3), Surowka (2), Isenberg (2), Schulte (1), Kammermeier (8/6), Sahlmann (2/1), Pawel (1), Blunk, Lübbering (2/1).

Max Dörmann (beim Wurf) und der LTV verloren das Spitzenspiel gegen den HTV 22:24.  Dennis Echtermann

Text: IKZ, Markus Wassmuth
Foto: IKZ, Dennis Echtermann