Ernüchternder Fehlstart gegen starken Aufsteiger
Die Zuversicht war groß nach einer insgesamt gut verlaufenen Saisonvorbereitung, doch der HTV wurde nur in der ersten Viertelstunde seiner Favoritenrolle gegen den Aufsteiger aus Ostwestfalen gerecht. Nach ausgeglichenem Beginn ließ die Mannschaft dem 4:3 (7.) vier Treffer in Folge zur ersten beruhigenden Führung folgen. Mit fünf Toren lag sie auch nach 13 Minuten in Front (11:6), doch dann verlor sie den Faden. Die Fehler häuften sich, und Altenhagen kam immer besser zum Zuge. Nach 25 Minuten war der Gleichstand geschafft (13:13), und weil sich der HTV zu viele Fehlwürfe und Fehlpässe erlaubte, verschafften sich die Gäste bis zur Pause einen unerwarteten Vorteil und führten mit 17:14.
Aber noch war ja eine ganz Halbzeit zu spielen, um das zu korrigieren, und unsere Mannschaft arbeitete sich trotz etlicher vergebener Großchancen schnell wieder heran (18:18, 38.). Aber die Wende gelang nicht, weil eine Fülle eigener Fehler den Gegner immer wieder ins Spiel brachte. Der hatte in Hannes Krassort (11/5) seinen überragenden Spieler, den der HTV nicht in den Griff bekam. Seine Wurfkraft hätte man sich auch auf der Gegenseite gewünscht, doch der Angriff agierte ideenlos und ohne echte Durchschlagkraft, für Trainer Bosko Bjelanovic wirkte er geradezu apathisch. Die Abwehr packte oftmals nicht entschlossen genug zu, und das Spiel mit sieben Feldspielern brachte unter dem Strich gar nichts ein. Zu oft endete es mit einem Ballverlust und einem Wurf ins noch leere HTV-Tor. Die Hoffnung auf ein Happy End schwand in den Schlussphase mehr und mehr. Der HTV kam nicht mehr heran, weil er falsche Entscheidungen traf, weil die Fehlerquote hoch blieb und der Gegner dieses konsequent bestrafte. Als den Gästen nach dem 26:28 (54.) drei Treffer in Folge gelangen, war die Partie gelaufen.
Der Kommentar unseres Trainers Bosko Bjelanovic: "Ich bin natürlich nicht zufrieden. Aber der Gegner war besser und hat absolut verdient gewonnen. Wir müssen verstehen, wo wir die Fehler gemacht haben und müssen diese abstellen. Heute ist einfach zu viel schief gelaufen, aber es war das erste Spiel. Jetzt müssen wir alles daran setzen, um es nächste Woche besser zu machen."
HTV: Max Müller, Dominik Bock; Luca Jünger (2), Moritz Eigenbrodt (4), Jonas Brieden (7), Ruben Selle (1), Moritz Frenzel (8/4), Florian Stracke (3), Jakob Ellert, Elias Lübbering (3), Yannis Spiekermann (1), Ole Selle, Leon Schulte, Frederik Steppeler, Joel Jünger.
Nächstes Spiel: VfL Gladbeck - HTV, Samstag, 17 Uhr.
"Alles, was bei Bielefeld funktioniert hat, hat bei uns nicht funktioniert."
