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1. Herren
Sonntag, 11.10.2026 10:45 Uhr | Willy Schweer

Eigene Unzulänglichkeiten verhindern Heimsieg gegen Herne

Herren-Regionalliga: HTV Hemer - HC Westfalia Herne 32:33 (11:15).

Die Extra-Partie im Grohe-Forum wegen des Heimrechttausches mit Herne erfüllte absolut nicht die Erwartungen. Auf der Tribüne gab es reichlich freie Plätze, und die Leistung unserer Mannschaft war von vielen Unzulänglichkeiten geprägt. Trainer Bosko Bjelanovic brachte es in seiner Spielanalyse auf den Punkt: "Wir hätten die ganze Nacht durchspielen können und trotzdem nicht gewonnen."

Dass Herne nicht am aktuellen (letzten) Tabellenplatz gemessen werden darf, war allen Beteiligten klar, doch ohne den Topwerfer Emil Weste ist das Team von Stephan Krebietke allemal schlagbar. Aber unsere Mannschaft, die auf Florian Stracke verzichten musste, vergab wie schon gegen Soest eine Fülle hochkarätiger Möglichkeiten, sie leistete sich einige technische Fehler zu viel und geriet nach ausgeglichener Anfangsphase ins Hintertreffen. Beim 7:6 (16.) lag sie letztmals in dieser Partie in Front, doch dann setzte sich der Gast allmählich ab. Zwei Treffer ins leere Tor bei HTV-Unterzahl, weil viel zu langsam der Rückzug angetreten wurde, leiteten die Wende ein. Die Westfalia traf auch gut über die Außenpositionen, was bei unserem Team fast gar nicht gelang. Die Angriffe waren oft sehr durchsichtig angelegt, und ihnen fehlte die Durchschlagskraft.

Wie im letzten Heimspiel ging man mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Kabine. Nach der Pause erzielte Moritz Frenzel die ersten vier HTV-Treffer, doch näher als auf zwei Tore kam unsere Mannschaft nicht heran, weil Herne postwendend konterte und oft zu leichten Treffern durch die Mitte kam. Dass Herne mit zwei Zeitstrafen davon kam, der HTV aber sechs kassierte, machte die Aufgabe auch nicht gerade leichter. Erst nach dem 18:21 (37.) nahm der Druck zu, das Team erhöhte die Schlagzahl und hatte beim 21:21 (40.) erstmals wieder ausgeglichen. Aber in dieser Phase wurde ebenso wie nach dem 24:24 (45.) trotz guter Möglichkeiten die Führung verpasst. Der Gast holte vielmehr zum fast schon entscheidenden Schlag aus und hatte beim 24:28 (52.) alle Trümpfe in der Hand. Aber es hätte früher als in den letzten beiden Minuten noch einmal Spannung aufkommen können, doch dazu hätte die Mannschaft nicht so viele "Hundertpozentige" liegen lassen dürfen. Schwierig war in der Endphase beider Halbzeiten der Ausfall der Zeitanzeige, so dass man nur erahnen konnte, wieviel Zeit bis zur Sirene noch blieb.

Bosko Bjelanovic bemängelte die fehlende Konstanz seiner Mannschaft, aber er blickte gleich wieder nach vorn. "Kopf hoch. Wir müssen uns jetzt auf das nächste Spiel vorbereiten, und in kämpferischer Hinsicht kann ich niemandem einen Vorwurf machen."

HTV: Max Müller, Dominik Bock; Luca Jünger (4), Moritz Eigenbrodt (6/1), Jonas Brieden (7), Ruben Selle (2), Moritz Frenzel (10), Joel Jünger, Jakob Ellert, Elias Lübbering (2), Yannis Spiekermann, Leon Schulte (1)

Nächstes Spiel: HTV - SG Menden, Samstag, 19 Uhr

"Wir hätten die ganze Nacht durchspielen können und trotzdem nicht gewonnen."
Bosko Bjelanovic

Beschreibung des zweiten Spielabschnitts...