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Mittwoch, 14.10.2026 20:23 Uhr | Willy Schweer

DKMS-Aktion: Wie Finn Rothhöft zum Lebensretter wurde

Dem 17. Oktober und dem Super-Super-Samstag mit dem Regionalliga-Derby zwischen unserer 1. Herrenmannschaft und der SG Menden fiebern viele Handballfreunde in Hemer und Umgebung entgegen. Sie können dieses Event mit einer guten Tat einleiten: Mit der Teilnahme an der Registrierungsaktion der DKMS von 16-19:00h. Auch Nicht-Handball-Interessierte können teilnehmen ohne Eintritt zahlen zu müssen. Dass es der erste Schritt sein kann, um ein Leben zu retten, weiß Finn Rothhöft zu berichten.

Der 21-Jährige ist Spieler unserer 3. Herrenmannschaft und hat bei der letzten Registrierungsaktion mitgemacht, die unser Verein organisierte. "Das kam damals ganz spontan zustande, weil Freunde von mir den Anstoß gegeben haben", erläutert Finn. Das Prozedere der Registrierung, für die alle gesunden Personen zwischen 17 und 55 Jahren in Frage kommen, wird Schritt für Schritt erläutert, und mit dem Wangenabstrich hat man seine Teilnahme zunächst einmal abgeschlossen. Finn Rothhöft hörte lange Zeit nichts, erst in diesem Jahr nahmen DKMS-Mitarbeiter Kontakt auf. Es gab ein intensives Vorgespräch, dazu eine Blutuntersuchung und dazu die entscheidende Frage, ob er tatsächlich zur Stammzellenspende bereit sei. "Ich hatte während des gesamten Prozesses ein gutes Gefühl, und deshalb war für mich klar, dass ich spenden würde, als ein passender Empfänger feststand."

"Ich hatte während des gesamten Prozesses ein gutes Gefühl, und deshalb war für mich klar, dass ich spenden würde, als ein passender Empfänger feststand."
Finn Rothhöft


Vor zwei Monaten wurde der rund zweistündige Eingriff in Köln vorgenommen. Unter Vollnarkose wurde Knochenmark entnommen, und Finn kann berichten, dass er zwar zur Beobachtung über Nacht im Krankenhaus bleiben musste, dann aber selbst wieder nach Hause fahren konnte. "Man hat vielleicht noch für kurze Zeit einen kleinen Druckschmerz, aber im Vergleich zu dem, was man beim Handball erlebt, ist das nicht der Rede wert."

"Man hat vielleicht noch für kurze Zeit einen kleinen Druckschmerz, aber im Vergleich zu dem, was man beim Handball erlebt, ist das nicht der Rede wert."
Finn Rothhöft


Beim gesamten Prozess wird über einen längeren Zeitraum Anonymität gewahrt. Heute weiß der Maschinenbaustudent an der FH in Iserlohn, dass seine Spende an ein Mädchen in den Niederlanden aus der Altersstufe sechs bis zwölf Jahre gegangen ist. Erst in einem Monat kann er weitere Details erfahren, und erst nach zwei Jahren dürfen Spender und Empfängerin, sofern es gewünscht wird, Kontakt aufnehmen. "Ich bin total froh, dass ich jemandem helfen konnte", betont Finn, der nie Zweifel hatte, ob er das wirklich bis zum Ende durchziehen sollte. "Aber wer plötzlich wankelmütig wird, sollte das nicht unmittelbar vor der geplanten Entnahme tun", berichtet der Hemeraner. Denn innerhalb von 48 Stunden muss die Spende den Empfänger erreicht haben, bei dem die Chemotherapie vor der Übertragung heruntergefahren wird. "Wenn dann keine Spende kommt, kann das Lebensgefahr bedeuten", weiß Finn aus seinen Gesprächen mit den Ärzten.

Bei ihm lief alles problemlos, er hat einem Menschen in einer lebensbedrohlichen Situation helfen können und sagt allen, die vor der nun anstehenden Aktion im Grohe-Forum noch zweifeln: "Ich kann das wirklich nur empfehlen, hier leistet man ohne viel Aufwand einen wichtigen Beitrag für eine gute Sache."

"Ich kann das wirklich nur empfehlen, hier leistet man ohne viel Aufwand einen wichtigen Beitrag für eine gute Sache."
Finn Rothhöft